Diagnose Erschöpfung

Diagnose Erschöpfungsdepression

Das Risiko an Burnout zu erkranken, nimmt dramatisch zu. Gerade engagierte Menschen sind besonders betroffen.

Michael arbeitet gern und viel. Manchmal bis zu zehn Stunden am Tag. Dann hetzt er nach Hause zur Familie. Michael versucht Beruf und Familie in Einklang zu bringen. Es gelingt immer seltener. „Ich komme mir so vor, als bestimme jemand anderer über mich!“ Dieses Gefühl „fremd bestimmt“ zu sein und vielen Aufgaben hinterher zu jagen, laugen Michael aus.

Michael gehört zu jenen Menschen, die glauben, es zu schaffen. Hilfe will er noch keine in Anspruch nehmen. Er wartet lieber ab.

Verschleißprozess schleicht sich in den Alltag.

Die psychischen Erkrankungen an Burnout haben dramatisch zugenommen. Diverse Studien über die Arbeitssituation in verschiedenen Berufen legen offen: Das Risiko auszubrennen, ist größer geworden. Dramatisch größer.

Von Mitarbeitern wird ein Höchstmaß an Engagement erwartet. Ein hohes Maß an Idealismus und intensive persönliche Zuwendungen gehören bei vielen Menschen zum Lebensalltag. Gerade Menschen, die in sozialen Berufen tätig sind wie Lehrerinnen, Erzieherinnen, Ärztinnen, Krankenschwestern aber auch Jungunternehmer bzw. Kleinunternehmer sind besonders gefährdet. Sagt die Studie. Überforderungen und Selbstausbeutung, unsichere Beschäftigungsverhältnissen und oftmals Anspannungen innerhalb der Kollegenschaft setzen die Menschen massiv unter Druck.

Lustlos, antriebslos, sinnlos!

Mangelhafte Arbeitsbedingungen wie Zeitdruck und zu hohe Arbeitsbelastung führen dazu, dass sich jeder zweite abends „leer und müde, ja erschöpft“ fühlt. Auch in der Freizeit gelingt es vielen nicht mehr, sich zu erholen. Der Verschleißprozess, der sich in das Leben schleicht, endet oft in der Diagnose „Erschöpfungs-Depression“. Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen und Schlafproblemen werden zu den Begleitern des Alltags.

In der Hitze des Alltags sind die Sinnquellen ausgetrocknet.

„Wozu das Ganze?“ fragt Michael und weiß keine Antwort darauf. Was tun?

Auf sich selbst achten, seine Lebensweise reflektiere, Hilfe in Anspruch nehmen. Oft geht es darum, die eigenen Sinnquellen wieder zu finden, lernen nein zu sagen. Wer den Verschleißprozess übersieht, läuft Gefahr, in ein tiefes Sinnloch zu fallen. Auch wenn die Angst, sich krank zu melden groß sein mag, die Tiefe des Sturzes lässt sich nur dadurch verringern, indem man auf professionelle Hilfe setzt. „Was treibt mich?“ „Was hält mich?“ „Was macht mir Spaß?“ Sport, Entspannung, Freundschaften und ein gutes soziales Gefüge bilden ein gutes Netz, diesen Fall abzufedern.

Wer abwartet, riskiert seine Gesundheit.

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