Herzrasen, innere Unruhe, Rückenschmerzen, Magenbeschwerden, andauernde Müdigkeit. Das kommt Ihnen bekannt vor? Psychosomatik: Wenn sich die Seele über den Körper Gehör verschafft.

psychosomatik

Besser, schneller, effizienter.

Möglichst schnell fertig werden, möglichst schnell ankommen, möglichst schnell die große Leidenschaft finden. Dieser Druck hinterlässt Spuren.

„Beruflich war ich am Limit. Termine, Sitzungen, Ausland. Es hat sich so angefühlt, als würde mir alles zu Kopf steigen. Ich bin mir oft wie paralysiert vorgekommen. Nichts geht mehr.“ Hans ist Programmierer und leitet eine IT-Abteilung.

Noch mehr in noch kürzerer Zeit!

„Ich habe mich im Spital wohl gefühlt. Das Arbeiten mit den Menschen war toll. Doch auf einmal hat sich alles irgendwie nicht mehr so toll angefühlt. Ich habe so ein Druckgefühl bekommen, so ein inneres Gefühl, alles gleichzeitig machen zu müssen. Herzstechen. Permanentes Stechen. Ich habe mir sofort das Herz untersuchen lassen. Doch die Untersuchungen haben gezeigt, mein Herz ist ok. Ich habe dann auch so komische Angstgefühle entwickelt, bin oft panisch geworden und habe mich zurückziehen müssen. Am Anfang habe ich versucht, die Symptome zu überspielen.“ Angelika ist Oberärztin und leitet eine Abteilung in einem Ordensspital.

Psychosomatik: Die Seele stöhnt, das Herz rast, der Körper taumelt.

Die Warnsignale des Körpers sind meist mit Angst verbunden, dem Job nicht gewachsen zu sein, ihn zu verlieren. Stress, Herzrhythmusstörungen, Druck im Kopf. Die Spirale dreht sich immer schneller. Erst als Franz und Angelika ihre Einstellung zu ihrem Beruf geändert haben, ihre inneren Bilder neu ausrichteten, verschwanden auch die körperlichen Symptome. Der Begriff „Pychosomatik“ kommt aus dem Griechischen. „Psyche“ steht für Atem, Seele, „soma“ für Körper. Schon in der Antike, allen voran Hippokrates, wusste man um den Zusammenhang von Krankheit und Seele.

Psychosomatik: Die Seele artikuliert sich durch den Körper.

Der Zusammenhang zwischen psychischen Problemen und Krankheitssymptomen ist vielen Menschen vertraut. Jeder zehnte Österreicher kennt diese Symptome.

  • Herz-Angstsyndrom, Klienten klagen über panik-artige Angstzustände mit Herzschmerzen. Doch ihr Herz ist gesund.
  • Magen-Darmbeschwerden, Klienten klagen über Bauchschmerz und Sodbrennen. Doch medizinisch ist alles ok.
  • Chronisches Müdigkeitssyndrom, Klientinnen klagen über andauernde Müdigkeit, schlafen hilft nicht, am Tag sind sie schlapp. Doch alle messbaren Daten sind ok.

Psychosomatik – Der Körper spricht! Aber wir hören ihm nicht zu!

Die meisten psychosomatischen Patientinnen haben für innere Spannungen kein Gefühl, für Konflikte und Probleme keine Worte. Der Körper wird zum Sprachrohr.

Allen psychosomatischen Erkrankungen liegt ein innerer Konflikt zugrunde.

Konflikte entstehen, weil wir auf der einen Seite einen Wunsch haben und auf der anderen Seite Angst. Angst und Wunsch liegen sich in den Haaren. Wenn diese Balance zwischen Wunsch und Angst nicht gut gelöst werden kann, dann entsteht daraus ein Dauerkonflikt. Und ein Dauerkonflikt macht eine Daueranspannung. Und eine Daueranspannung kann im Körper somatische Dauerreaktionen hervorrufen, die sich  als körperliche Symptome bemerkbar machen. Nicht das Ruhigstellen der Symptome ist das Ziel der Psychotherapie, sondern es geht um das Dahinterliegende, um die Ursachen, die zur Entstehung der Symptome führen.

Welche Grundkonflikte können dazu führen?

Der Wunsch nach Versorgung und die Angst vor Abhängigkeit. Der Wunsch nach Selbstständigkeit und die Angst vor Kontrollverlust. Der Wunsch nach Liebe und die Angst vor Ablehnung. Wenn sich die Seele aufregt, reagiert innerhalb von Sekundenbruchteilen unser Körper. Psyche und Körper sind untrennbar miteinander verbunden.

Es gibt keine psychischen Prozesse ohne körperliche Reaktion. Das Nervensystem ist mit dem Rest des Körpers verbunden. Vor allem das Nervensystem, das für Herzkreislauf, Magendarmtrakt und Atmung zuständig ist. Dieses System arbeitet autonom. Darauf haben wir kaum Einfluss.

Psychosomatik – Der Körper sagt es klar und deutlich.

Doch wir verdrängen, unterdrücken, wollen es nicht wahrhaben.

Alles wird für den Ausnahmezustand mobilisiert, um sofort fliehen oder kämpfen zu können. Das Herz schlägt schneller, Adrenalin wird ausgeschüttet, Zucker schießt ins Blut, und das Blut wird in die Beine gepumpt. Alles in Sekundenbruchteilen. Doch es geschieht nicht nur, wenn uns ein Löwe angreift, sondern auch, wenn wir uns mit dem Liebsten streiten, Höchstleistung im Job vollbringen oder einen spannenden Film anschauen. Normalerweise verschwinden die Körperreaktionen wieder, wenn das stressige Ereignis vorbei ist. Doch bei unbewussten Konflikten reagiert der Körper, ohne dass dem Betroffenen notwendigerweise klar ist, das er innerlich angespannt ist. Sein Körper kann auf den inneren Ausnahmezustand mit Symptomen reagieren.

Sie wollen Körper und Seele, Psyche und Soma wieder in Fluss bringen. Darum geht es in der Psychotherapie. Rufen Sie mich an, 0043/699/10052818 oder Sie schicken mir eine Mail, wolfgangrodlauer@wolfgangrodlauer.at

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