Sie macht uns fühlsamer, kommunikativer, liebesfähiger. Die Stille.

stille am see

Stille stillt die tiefe Sehnsucht nach uns selbst.

Von der Heilkraft der Stille

Wie schön wäre es, einfach ganz entspannt im Hier und Jetzt zu leben. Das Hamsterrad des Denkens für einen Moment anzuhalten, der Hektik des Alltags zu entkommen. Dafür müssen Sie nicht stundenlang auf einem Meditationskissen Platz nehmen oder komplizierte Übungen absolvieren. Einfache Achtsamkeit führt Sie in Ruhe und Gelassenheit.  

Tiefe Stille resultiert aus Achtsamkeit.

Ein paar Minuten am Tag. Für mehr innere und äußere Entspannung.

Stille ist wie Urlaub für Körper, Geist und Seele. Doch was ist Stille? Stille ist die Abwesenheit von Lärm, Hektik, Alltagstrubel. Innere Stille meint die Befreiung von Stress, Gedankenleere.

Stille ist, wenn das innere Plappermaul die Klappe hält.

Nur in Auszeiten sind wir in der Lage, unser strapaziertes Herz-Kreislauf-System herunterfahren und neue Kraft tanken. Bei Lärm ist unser Gehirn in ständiger Alarmbereitschaft. Es bewertet die Geräuschkulisse, um uns vor möglichen Gefahren zu warnen. Diese innere Anspannung hält den Körper dauerhaft fluchtbereit und nährt den Stresspegel.

Meditieren ist in die Stille gehen.

Das innere Plappermaul ist der größte Krankmacher. Der Lärm unserer Gedanken macht unruhig, angespannt, unsicher, nervös. In der Stille geht es um Gedankenstille, um die Erfahrung des Seins.

„Wenn du nur stille würdest, wäre dir geholfen.“ Sagt Meister Eckhart

Wie schafft man es in dieser hektischen Zeit, still zu werden?

Durch Imagination: Sie stellen sich einen Raum, eine Insel der Stille vor. Dann versuchen Sie diesen Raum auf allen Sinneskanälen gut zu verankern. So eröffnen Sie sich die Möglichkeit, diesen Raum immer wieder zu betreten. Wir können in die Stille eintreten wie in einen Dom oder in einen Wald…

Oder Sie suchen konkret einen Ort der Stille auf. Im Wald, in einer Kapelle, im Dom, in einem Park, an der Donau, in den eigenen vier Wänden…

Was bringt Stille?

Still sein hilft uns, das Stresshormon Cortisol im Blut zu senken. Still werden entschleunigt, bringt unseren Atemkreislauf in Balance. Das gleichmäßige Atmen beruhigt wunderbar. Selbst im Büro können Sie das Luftholen nutzen, um immer wieder herunterzukommen. Atmen Sie einfach alle zwei Stunden zehnmal langsam durch die Nase in den Bauch. Ein Zauberwort für mehr innere Stille heißt Genuss: Trinken Sie ganz bewusst ein Glas Wasser, eine Tasse Tee.

Der Nutzen der Stille

In der regelmäßigen Anwendung von Stille, gibt es wundervolle Nebenwirkungen:

  • Mehr Ruhe und Entspannung
  • Mehr Energie und Lebensfreude
  • Ein höheres Maß an Selbstvertrauen und Selbstakzeptanz
  • Geringere Anfälligkeit gegenüber Stress, Schmerzen
  • Mehr Mitgefühl

Warum sich Stille oft so schlecht ertragen?

Stille wirft uns auf uns selbst zurück. Ist tatsächlich alles ganz still, kann es sein, dass Sie sich anfangs nicht gut fühlen. Wir sind die Stille nicht mehr gewöhnt. Viele Menschen reagieren auf Stille mit Entzugserscheinungen. Bei großer Ruhe wird der Stress zunächst stärker, weil viele Gedanken an die Oberfläche kommen. Deshalb suchen viele Menschen unbewusst die dauerhafte Ablenkung. Nur wenn die äußere Ruhe mit einer inneren einhergeht, können wir stille Momente genießen. Erst dann kann der Körper die Kraft aus der Stille für die Gesundheit schöpfen.

Stille stillt unsere Sehnsucht nach uns selbst.

Wie heißt es bei Goethe:

„Über allen Gipfeln ist Ruh

In allen Wipfeln spürest du

Kaum einen Hauch

Die Vöglein schweigen im Walde

Warte nur, balde ruhst du auch.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.