Kann Stress Depressionen auslösen? Ja!

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Wie lässt Stress nach?

Durch Liebe!

Auslöser für Depressionen ist oft ein Übermaß an Stress. Vor allem ungelöste Konflikte, aber auch Dauerstress führen zu einem chronischen Überschuss an Cortisol im Blut. Die mögliche Folge: Depression.

Depressionen werden heutzutage so häufig diagnostiziert wie nie zuvor. Laut der Weltgesundheitsorganisation zählt Depression  zu den kostspieligsten Erkrankungen weltweit, vor allem wegen des durch Krankheit bedingten Arbeitszeitausfalls. Als Ursachen vermutet man den hohen Stresslevel in der Gesellschaft und eine verringerte Resistenz gegen Stress.

Wie lässt sich die Widerstandskraft gegen Stress verbessern?

Durch Beziehung!

Um widerstandsfähig gegen Stress zu werden, benötigen wir eine sichere, verlässliche Bindung. Von Geburt an. Diese Verlässlichkeit können Familien mit Eltern, die voll im Berufsleben stehen oder mit alleinerziehenden Müttern, Vätern oft nicht bieten. So kann es zu einem Mangel an Urvertrauen kommen.

Gibt es einen  Schutzfaktor gegen Depressionen?

Ja. Urvertrauen!

Je mehr Hautkontakt ein Säugling hat, desto widerstandsfähiger wird er und hat damit gute Voraussetzungen für sein künftiges Leben. Neben dem Oxytocin, dem Anti-Stresshormon, kommt dem Botenstoff Serotonin eine wichtige Bedeutung zu. Denn ein Mangel an Serotonin ist charakteristisch für Depressionen. Damit wird ein wichtiger Zusammenhang erkennbar: Körperliche Nähe schützt vor Depressionen. Denn Serotonin aktiviert Gene, die direkt die Empfindlichkeit für das Stresshormon Cortisol verringern.

Macht Liebe wirklich stark.

Ja!

Wer stressresistenter ist, ist erfolgreicher. (Und wer erfolgreicher ist, wird stressresistenter.) Oxytocin verringert die Cortisolausschüttung und fördert durch Serotonin die Stressresistenz.

Verlässlichkeit und Geborgenheit in frühkindlichen Beziehungen bilden das Fundament für Widerstandsfähigkeit. Warum? Oxytocin und Serotonin werden ausgeschüttet, der Serotoninspiegel steigt weiter an. Wer in sich selbst vertraut, hat ein besseres Selbstvertrauen, ist stabiler und damit resistenter gegen die Stürme des Lebens.

Macht Dauerstress depressiv.

Ja!

Ungelöste Konflikte machen aggressiv. Aber auch eine chronische Unterforderung sorgt für hohe Frustration. Es fehlt an Wirkmächtigkeit. Aufgestaute Aggressionen führen zu Dauerstress und damit in die Depression. Daraus wird klar: Der Serotoninwert ist nicht nur bei Depressiven verringert, sondern auch bei Menschen mit impulsiven Aggressionsdurchbrüchen.

Egal, ob sich diese Aggression gegen einen selbst oder gegen einen anderen richtet. Depression ist gegen sich gerichtete Aggression, ist Selbsthemmung, häufig unterbrochen durch Aggressivität und Wutattacken.

Was bringen Antidepressiva?

Sie bieten Hilfe in der Krise.

Sie erhöhen das Serotonin und steigern so die Stressresistenz. Das hebt die Stimmung, braucht allerdings oft Zeit. Ein, zwei Wochen. Dieses bessere Grundgefühl kann zu Erfolgserlebnissen führen und helfen, eine depressive Krise zu überwinden.

Gibt es ein Elixier für ein zufriedenes Leben?

Ja. Eine gute Beziehung.

Der Effekt der Antidepressiva hält sich aber in Grenzen. Bleiben nämlich die Konflikte oder die Auslöser für den Dauerstress bestehen, haben Antidepressiva keine nachhaltige Wirkung. Hier ist Psychotherapie gefragt. Warum? Eine ausschließlich medikamentöse Behandlung von Depressionen erhöht die Rückfallwahrscheinlichkeit, außer es handelt sich um eine vorübergehende kurzzeitige Gabe in einer Krise.

Wirkt Psychotherapie?

Ja, wenn sie Konflikte aufarbeiten hilft.

Psychotherapie normalisiert nachhaltig den Serotoninspiegel. Voraussetzung ist die Bearbeitung der ungelösten Konflikte innerhalb der therapeutischen Beziehung. So lässt sich das Risiko für neuerliche Depressionen senken.

Wieder wird klar: Die Beziehung ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Leben.

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