Burnout: Leben in Zeitlupe.

Jung, engagiert, ehrgeizig kann nicht mehr!

Aus Spaß wurden Kopfschmerzen. Aus Kopfschmerzen Kreislaufprobleme. Aus Kreislaufproblemen ein schlechter Schlaf. Und dann war er nicht mehr aufzuhalten, der Zusammenbruch.

Sie hat viel gegeben. Vielleicht zu viel.

„Was sollte ich machen. Der Job, das war meine Erfüllung. Als ich nach dem Studium meinen Traumjob bekam, war ich überglücklich. Ich wollte einfach alles geben!“ Sagt Simone. Auch wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter zu Höchstleistungen motivieren, so wollen doch die meisten verhindern, dass die Zahl der Burnout Fälle steigt.

Burnout ist zu einem Massenphänomen geworden.

Für den Einzelnen eine Katastrophe, ein schwerer Schlag, doch auch die Wirtschaft trifft es hart. In Deutschland schätzt man die Kosten für „berufliche Ausfälle“ auf rund 14 Milliarden Euro (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin).

Ein Kollaps für Mensch und Wirtschaft.

Immer mehr Betriebe suchen nach Wegen, die Widerstandskraft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stärken, bieten Kurse und Workshops an, in denen der Umgang mit Stress thematisiert wird. Doch Beruf und Arbeit beginnen sich immer mehr zu überschneiden. Die permanente Erreichbarkeit, der härter werdende Wettbewerb, die zunehmende Unberechenbarkeit erhöhen den Druck.

„Ich glaube, ich habe zu viel gegeben.

Ich habe mich selbst ausgepowert!“

So Philipp, der aus einem „Highspeed-Modus“ in einen „Zeitlupen-Modus“ gedrängt wurde. Nicht weil er wollte. Sondern weil es einfach nicht mehr ging. „Ich kam nicht mehr aus dem Bett. Im Job war alles wie in Zeitlupe. Ich war immer ein recht aufgeweckter Mitarbeiter, zu Scherzen aufgelegt, habe Stimmung gemacht. Aber das hat sich schlagartig geändert!“ Philipp ist seinen Hobbys nicht mehr nachgekommen, „laufen war einfach zeitlich nicht mehr drinnen. Meine Freundin habe ich fast nur mehr am Wochenende gesehen. Es war alles irgendwie erdrückend!“ Irgendwann brach Philipp zusammen. „Es war an einem Samstag, am Nachmittag. Ich war völlig erledigt. Dabei habe ich nicht einmal etwas getan. Am Montag bin ich wieder ins Büro. Irgendwer musste doch die Arbeit machen, auf meinem Schreibtisch stauten sich die Jobs.“ Philipp glaubte, er könne einfach so weiter machen. Doch diese Illusion platzte.

Weiter so geht nicht mehr!

Die Seele braucht Zeit, um sich zu erholen. Bei körperlichen Leiden geht das oft schneller. Bei einem Burnout sind die Betroffenen rund fünf bis sechs Wochen zu Hause, bei anderen Erkrankungen rund zwei Wochen. So die medizinischen Expertisen. Nach einer deutschen Studie lag die Zahl der Burnout Fälle im Jahr 2014 bei rund 143.000 (gesetzlich Versicherter). Das macht in Summe fast drei Millionen Fehltage.

Krank sein heißt schwach sein!

Unter diesem Motto wird Burnout immer noch in ein schiefes Licht gerückt. In einem Zeitalter der permanenten Selbstoptimierung passt es nicht, wenn Menschen Schwächen zeigen, wenn sie sich überfordert fühlen mit der Komplexität des Lebens. Burnout wird oft herunter gespielt: „Es ist doch nicht so schlimm!“ „Mach Yoga, dann wird das wieder!“ „Geh laufen oder ins Studio, das hilft!“ Das ist der falsche Ansatz! Mit dieser Brechstangenrhetorik fällt die Betroffene in ein noch tieferes Loch.

Mit rasendem Tempo in den Stillstand!

Auf den Arbeitsstress folgt sehr oft der Freizeitstress. Nach der Arbeit versuchen viele durch Aktivitäten den Selbstoptimierungskreislauf aufrecht zu erhalten. Raus aus dem Büro, rein in das Fitnessstudio.

Was tun gegen Burnout?

Wie kommt man aus dieser Spirale der permanenten Überforderung heraus? Bewusstsein, Reflexion, innehalten! Mitarbeiter müssen lernen, nein zu sagen. Das kostet Mut.

Ist es wirklich der Arbeitsplatz, der zum Burnout führt? Klar, Stress und Druck am Arbeitsplatz sind nicht gerade förderlich. Aber auch das Lebenstempo in der Freizeit ist oft zu hoch. Viel zu hoch.

Wie den Gefahrenquellen von Burnout begegnen?

Hören Sie auf die Signale Ihres Körpers. Üben Sie sich in Achtsamkeit. Versuchen Sie innezuhalten. „Krank sein, heißt schwach sein!“ Es wird Zeit, mit diesem Bild aufzuräumen. Was sind Ihre inneren Bilder? Was treibt Sie an?

Machen Sie eine Inventur!

So lernen Sie schädigende Bilder erkennen und sind in der Lage, diese zu verwandeln. Rufen Sie mich an, 0699/10052818 oder schicken Sie mir eine Mail, wolfgangrodlauer@wolfgangrodlauer.at

 

 

 

 

 

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